Mario Schmidt Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden
Mario SchmidtStadtrat der Landeshauptstadt Dresden 

Der Kaufpark Nickern ist in die Jahre gekommen. Als Einkaufszentrum in den 1990er Jahren erbaut, entspricht er 25 Jahre nach seiner Eröffnung nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein zeitgemäßes Einkaufserlebnis. Schon der aktuelle Eigentümer hatte daher geplant, das Gebäude im Bestand zu sanieren und umzubauen. Dafür haben wir 2020 eine Änderung des Bebauungsplanes auf den Weg gebracht.

 

Inzwischen gibt es Pläne zum Verkauf des Objektes. Der Kaufinteressent plant jedoch keinen Umbau, sondern einen stufenweisen Abriss und Neubau.

 

Geplant ist der Neubau von 3 sogenannten Stadthäusern mit dahinterliegender eingeschossenen Einkaufspassage. Die Verkaufsfläche soll sich gegenüber dem Bestand nicht verändern.

 

Die Stadthäuser sollen mit Dachbegrünung ausgestattet werden, über dem Parkdeck soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. 

 

Für die Genehmigung des Vorhabens ist eine erneute Änderung des Bebauungsplanes erforderlich, Baurecht dürfte nicht vor Ende 2021 entstehen.

 

Die Zeitschiene sieht nach Erteilung der Baugenehmigung zunächst den Abriss des früheren Baumarktes und des Möbelmarktes vor. 

Im Anschluss (2023/24) soll auf diesen Flächen der hintere Teil der Passage entstehen. Nach Fertigstellung würden sämtliche derzeitige Mieter in diesen Neubau umgezogen (teilweise auf Interimsflächen), 2024/25 soll dann der vordere Teil des jetzigen Gebäudes abgerissen und auf dieser Fläche der vordere Teil der Passage sowie die drei Stadthäuser entstehen. 

 

Der Investor hat seine Pläne am 13.01.2021 im Bauausschuss des Stadtrates präsentiert. Mit einem grundsätzlich positiven Feedback und einigen Arbeitsaufträgen wird er im März erneut im Ausschuss vorsprechen. Sollte der Ausschuss dann grünes Licht geben, wird die Verwaltung die notwendigen Änderungen im laufenden Bebauungsplanverfahren einarbeiten und diesen erneut dem Ausschuss zur Beratung und späteren Beschlussfassung vorlegen.

 

Nachdem sich Mitte Februar der Verein City-Management Dresden e. V. zu Wort gemeldet hat, schlugen die medialen Wellen noch einmal hoch.

 

Ich bleibe dennoch dabei: Der "neue" Kaufpark wird nicht mehr und nicht weniger Konkurrenz für die Innenstadt werden als der alte. Klar, niemand will eine verödete Innenstadt. Wie leer Innenstädte ohne Handel und Gastronomie sind, erleben wir ja gerade im Lockdown. Aber wer eine attraktive Innenstadt will, kann nicht einfach nur den Handeln in den Stadtteilen unterbinden wollen. Da braucht es andere Ideen, auch vom City-Management. 

 

Berichterstattung in der Presse aktualisiert

Berichterstattung in der Presse nach der ersten Vorstellung der Neubaupläne