Fußgängerquerung am Langen Weg Höhe Ernst-Toller-Straße

Eine gefühlte Ewigkeit schon beschäftigt uns das Thema einer Fußgängerquerung auf dem Langen Weg in Höhe Ernst-Toller-Straße. Im Februar 2016 keimte Hoffnung auf, damals stellte die Verwaltung auf Antrag des Ortsbeirates Prohlis einen Variantenvergleich für verschiedene Fußgängerqerungen vor. Auf Nachfrage erklärte man uns in einer späteren Sitzung, dass derzeit keine Umsetzung einer der geplanten Varianten erfolgen soll, da der Lange Weg ohnehin grundhaft saniert werden muss. Diese Maßnahme wird jedoch seit 2009 geschoben. Nachdem Gespräche mit dem zuständigen Amt keine Lösung brachten, habe ich im Sommer einen Antrag für den Stadtrat geschrieben. Dieser Antrag wurde nach Beratung unserer Stadtratsfraktion von dieser einstimmig angenommen und somit in den Geschäftsgang des Stadtrates eingebracht. 

 

Am 22.10.2018 hatten wir die Vorlage zur Beratung im Stadtbezirksbeirat Prohlis auf der Tagesordnung. Ich habe den Antrag der CDU-Fraktion eingebracht und im Anschluss noch eine Ergänzung eingebracht. Diese war notwendig, da im zwischenzeitlich vorliegenden Haushaltsentwurf 2019/2020 der Lange Weg mit Planungsmitteln ausschließlich in 2020 in einer Sammelposition enthalten ist.

 

Nach kurzer Beratung fasste der Stadtbezirksbeirat mit 16 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung folgenden Beschluss:

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt,

1. auf der Straße Langer Weg in Höhe Ernst-Toller-Straße unverzüglich eine temporäre Fußgänger-Lichtsignalanlage einzurichten, um die Stadtteile Prohlis und Niedersedlitz besser zu verbinden und im Bereich der Bushaltestellen die Schulwegesicherheit zu verbessern.

2. In der Planung für den grundhaften Ausbau des Langen Weges ist eine Querungsinsel auf Höhe Ernst-Toller-Straße zu berücksichtigen.

3. Die hohen Verkehrssicherheitsprobleme am Langen Weg erfordern einen sofortigen Beginn der Planungen zum grundhaften Ausbau und die Einstellung der Mittel beginnend in 2019. Das Vorhaben ist als Priorität zu behandeln.

"So soll der Lange Weg sicherer werden"
Sächsische Zeitung, Ausgabe vom 26.10.2018
so-soll-der-lange-weg-sicherer-werden-40[...]
PDF-Dokument [72.2 KB]

Informationen des Stadtbezirksamtsleiters

Meine Frage zum Fußweg Goppelner Straße:

 

Bei seinem Besuch im Ortsamtsbereich hatte OB Hilbert zum Fußweg Goppelner Straße geantwortet, das Geld sei im Haushalt mit Priorität 1 eingestellt. Der OB hatte angekündigt, dass er Druck machen wolle um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten. Wie ist der Sachstand, welche Maßnahmen hat der OB seit seinem Besuch im Mai im Ortsamt konkret veranlasst?

 

Antwort: Da der grundhafte Ausbau des Fußweges an der Goppelner Straße (Ortsausgang) weiterhin aussteht, hat das Straßen- und Tiefbauamt als Übergangslösung in den letzten Tagen die Fahrbahn mit einer Fahrbahnmarkierung versehen, den unbefestigten Randstreifen partiell ausgebessert und eine Gehwegbeschilderung aufgestellt. Für den grundhaften Ausbau sind ab 2020 Mittel im Haushalt des Straßen- und Tiefbauamtes eingestellt.

Meine Frage zur Umgestaltung Bahnhofsvorplatz Niedersedlitz:

 

Zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes Niedersedlitz hatte der OB bei seinem Besuch im Mai angekündigt, dass es noch keine finanzielle Unterlegung einer möglichen Maßnahme gebe. Es sollte im 2. Halbjahr 2018 eine öffentliche Vorstellung der Planungen geben.

1. Wann findet diese Veranstaltung statt?

2. Sind verwaltungsseitig im DHH 2019/2020 Mittel für die Maßnahme eingeplant? Wenn
    ja, in welcher Position?

 

Antwort: Nachdem die im Bau befindlichen Seniorenwohnungen in der Gleisschleife des Bahnhofsvorplatzes Niedersedlitz vor der Fertigstellung stehen, erhält dessen Sanierung eine zusätzliche Dringlichkeit. Auf eine Anfrage der FDP/FB-Fraktion bezüglich der für dieses Jahr angekündigten und noch ausstehenden Bürgerversammlung teilte der OB mit, dass eine Vorplanung einschließlich Gleisschleife und P+R-Parkplatz zwar vorliege, eine Qualifizierung und fundierte Bewertung der untersuchten Varianten bisher aber nicht habe erfolgen können. Grund dafür seien fehlendes Personal und das Vorziehen anderer wichtiger Verkehrsvorhaben. Daher könne man derzeit auch noch keinen Termin für eine frühzeitige Bürgerbeteiligung nennen. Seitens der DVB AG habe man die Sanierung der Gleisschleife mittel- bis langfristig eingeordnet, im städtischen Haushalt findet die Maßnahme bisher keine Berücksichtigung.